Sonntag, 22. August 2010

Von Untoten, Lykanthropen und Reinkarnierten

Heute habe ich mit einem Regelabschnitt in Band II: Verliese & Wälder des Hexer & Helden-Rollenspiels begonnen, den ich zunächst gar nicht auf dem Plan hatte. Vorgestern haben wir aber Wolfman auf DVD gesehen und dabei ist mir aufgefallen, dass bislang eine wichtige Zutat in H&H fehlt.
Nämlich Regeln dafür, Charaktere zu spielen, die einen schwerwiegenden Wandel erleiden. Zum Beispiel zu einem Untoten, in eine Werkreatur (also einen Lykanthropen) oder eben solche, die reinkarniert werden (durch den gleichnamigen Zauber oder vergleichbare Effekte).
Hatte ich von Beginn an vorgehabt, Regeln dafür zu integrieren, dass man auch Monster spielen kann, so sind die oben genannten Fälle aus meiner Sicht speziell. Denn es ergeben sich eine Reihe schwerwiegender Fragen:
  • Sollte es Spielern überhaupt erlaubt werden, ihren Charakter weiterzuführen? Beispielsweise nachdem ein rechtschaffen/guter Paladin in einen chaotisch/bösen Werwolf verwandelt wurde? Oder ein geselliger Waldläufer in einen leichenfressenden Ghul?
  • Wie wirkt sich die Verwandlung regeltechnisch aus? Welche Werte verändern sich auf welche Weise?
  • Und wie viel Entscheidungsfreiheit über die Handlungen eines Charakters sollte der Spieler behalten, damit die Verwandlung (zumindest bei Untoten und bei Lykanthropen) nicht nur als eine Möglichkeit für einen Zugewinn an Macht verstanden wird?
Mit diesen Fragen beschäftige ich mich gerade und ich glaube persönlich, dass es nicht eine richtige Antwort gibt, sondern stark von der Geschichte der jeweiligen Kampagne abhängig ist, ob eine Transformation das Ende eines Charakters bedeutet oder dass ein neues Kapitel in einer langen Erzählung aufgeschlagen wird.
Gerade deswegen interessiert mich aber auch die Frage, wie andere Spielleiter mit solchen Situationen in ihren Runden umgehen und was sie für Erfahrungen gesammelt haben.

Lasst mal hören!

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